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Neujahrswünsche 6

Herzlich willkommen auf der Seite 6 der Neujahrswünsche. Gerne darfst Du uns übrigens auch eigene Sprüche und Gedichte zur Verfügung stellen. Auf Wunsch erfolgt die Veröffentlichung dann anonym oder mit Namensnennung.

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Johann Peter Hebel

Mit der Freude zieht der Schmerz
traulich durch die Zeiten.
Schwere Stürme, milde Weste,
bange Sorgen, frohe Feste
wandeln sich zur Seiten.

Und wo eine Träne fällt,
blüht auch eine Rose.
Schon gemischt, noch eh wir´s bitten,
ist für Thronen und für Hütten
Schmerz und Lust im Lose.

War's nicht so im alten Jahr?
Wird's im neuen enden?
Sonnen wallen auf und nieder,
Wolken gehn und kommen wieder,
und kein Wunsch wird's wenden.

Gebe denn, der über uns
wägt mit rechter Waage,
jedem Sinn für seine Freuden,
jedem Mut für seine Leiden
in die neuen Tage.

Jedem auf des Lebens Pfad
einen Freund zur Seite,
ein zufriedenes Gemüte
und zu stiller Herzensgüte
Hoffnung ins Geleite.

Wilhelm Busch

Wenn es Silvester schneit,
ist Neujahr nicht weit.


unbekannter Verfasser

Ein bisschen mehr Friede und weniger Streit.
Ein bisschen mehr Güte und weniger Neid.
Ein bisschen mehr Liebe und weniger Hass.
Ein bisschen mehr Wahrheit - das wäre was.

Statt so viel Unrast ein bisschen mehr Ruh.
Statt immer nur Ich ein bisschen mehr Du.
Statt Angst und Hemmung ein bisschen mehr Mut.
Und Kraft zum Handeln - das wäre gut.

In Trübsal und Dunkel ein bisschen mehr Licht.
Kein quälend Verlangen, ein bisschen Verzicht.
Und viel mehr Blumen, solange es geht.
Nicht erst an Gräbern - da blühn sie zu spät.

Ziel sei der Friede des Herzens.
Besseres weiß ich nicht

Friedrich von Hagedorn

Es ist das wahre Glück an keinen Stand gebunden:
Das Mittel zum Genuß der schnellen Lebensstunden,
Das, was allein mit Recht beneidenswürdig heißt,
Ist die Zufriedenheit und ein gesetzter Geist.
Der ist des Weisen Theil. Die Nerven und die Stärke
Des männlichen Gemüths sind nicht des Zufalls Werke.

Das ganze Gedicht lesen

Yoshida Kenko

Bricht der erste Morgen des neuen Jahres an,
so erscheint der Himmel nicht anders als am Tage zuvor,
aber doch ist einem seltsam frisch zumute.


Otto Julius Bierbaum

Das ist des Weges Wende!
Nun hebt voll Dank die Hände:
Heil uns, wir stehn am Tor!
Dahinter ist es helle,
Es leuchtet auf der Schwelle
Das junge Licht hervor.

Was werden wir nun sehen,
Wenn sich die Flügel drehen?
Die immer gleiche Bahn.
Heil uns: das Ziel gewonnen!
Heil uns: aufs neu begonnen!
Der Gang hebt wieder an.

Es geht von Tor zu Toren,
Und kein Schritt ist verloren,
Geht nur die Liebe mit.
Wohl dem, den sie begleitet!
Glück ist, wohin er schreitet,
Und fröhlich jeder Schritt.

Und mag in Nacht und Tagen
Uns böses Schicksal schlagen,
Wir bleiben doch getrost:
Uns ist zu jeder Stunde,
Uns ist für jede Wunde
Ein Balsam zugelost.

Die Liebe lässt auf Erden
Nicht müd und irre werden
Und keinen einsam stehn.
Auf Jahr mit Lust und Schmerzen!
Wir wolln mit reinen Herzen
Durch deine Pforte gehn!
Neujahrswünsche von Otto Julius Bierbaum: Der deutsche Schriftsteller wurde am 28. Juni 1865 in Grünberg (Schlesien) geboren. Nach seiner Schulzeit studierte er Jura und Philosophie. Otto Julius Bierbaum zog 1887 nach München, um als Schriftsteller und Journalist durchstarten zu können. Nach und nach erschienen seine ersten Gedichte, wie beispielsweise „Deutsche Lyrik von heute“ und „Modernes Leben“. Weitere Details kannst Du übrigens der Domain www.literaturportal-bayern.de entnehmen. Das literarische Schaffen von Otto Julius Bierbaum war äußerst variantenreich. Er starb schließlich mit 44 Jahren am 1. Februar 1910 in Dresden. Zum 100. Todestag von Otto Julius Bierbaum wurde in seinem Geburtsort eine Gedenktafel mit den Worten “ Humor ist, wenn man trotzdem lacht“ enthüllt.

• Auf! Abermals ein neues Jahr… Wieder eine Poststation, wo das Schicksal die Pferde wechselt. ⇒ George Gordon Byron
• So oft man das Haus für Neujahr mit Kiefern schmückt, setzt man einen Meilenstein auf dem Wege zur Unterwelt. ⇒ Japanisches Sprichwort
• Die besinnlichen Tage zwischen Weihnachten und Neujahr haben schon manchen um die Besinnung gebracht. ⇒ Joachim Ringelnatz
• Für das neue Jahr wünsche ich dir, dass sich einige Träume erfüllen, einige neue hinzukommen und einige alte erhalten bleiben. ⇒ unbekannter Verfasser
• Das Jahr … ist rum, das Jahr … steht vor der Tür. Rutsch‘ gut rein und rutsch‘ nicht aus. Und vor allem: Bleib wie du bist! ⇒ unbekannter Verfasser
• Möge Dir die Tür des kommenden Jahres den Weg zu Frieden, Glück und stillem Zufriedensein öffnen. ⇒ unbekannter Verfasser
• Ein neues Jahr ist wie ein neuer Bankkunde: Solange nichts Nachteiliges von ihm bekannt ist, sollte man ihm Kredit geben. ⇒ unbekannter Verfasser
• Zu Silvester ist ein gutes Gewissen besser als Punsch und gute Bissen. In diesem Sinne: Frohes Neues! ⇒ unbekannter Verfasser

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unbekannter Verfasser

Zum neuen Jahr
hab ich der Wünsche eine Schar
und bringe bunt gemischt sie dar,
wie sie der lose Reim gebar.
Ich wünsche dem verliebten Paar
gebahnten Weg zum Traualtar,
dem Kahlkopf reich gelocktes Haar,
dem Pilger, dass er glücklich fahr,
dem Kindlein, dass es Gott bewahr,
Kundschaften, fette, dem Notar,
dem Trinker Rheinwein alt und klar,
dem Geizhals Tonnen Goldes bar,
ein Landgericht dem Aktuar,
die Bischofsmütze dem Vikar,
der Blinde seh gleich einem Aar.
Kurz, mit dem ersten Januar
verschwinde jegliche Gefahr
vom Erdenrunde ganz und gar,
das Gute nur bleib immerdar!
Dies wünsche ich zum neuen Jahr,
und was ich wünsche - werde wahr!


Johann Wolfgang von Goethe

Wer kömmt! Wer kauft von meiner War'!
Devisen auf das neue Jahr,
Für alle Stände.
Und fehlt auch einer hie und da,
Ein einz'ger Handschuh passt sich ja
An zwanzig Hände.

Du Jugend, die du tändelnd liebst,
Ein Küsschen um ein Küsschen gibst,
Unschuldig heiter.
Jetzt lebst du noch ein wenig dumm;
Geh nur erst dieses Jahr herum,
So bist du weiter.

Die ihr schon Amors Wege kennt
Und schon ein bisschen lichter brennt,
Ihr macht mir bange.
Zum Ernst, ihr Kinder, von dem Spaß!
Das Jahr! zur höchsten Not noch das ...

Das ganze Neujahrslied lesen


Joachim Ringelnatz

Die Kirchturmglocke schlägt zwölfmal Bumm.
Das alte Jahr ist wieder 'mal um.
Die Menschen können sich in den Gassen
Vor lauter Übermut garnicht mehr fassen.
Sie singen und springen umher wie die Flöhe
Und werfen die Mützen in die Höhe.
Der Schornsteinfegergeselle Schwerzlich
Küßt Herrn Conditor Krause recht herzlich.
Der alte Gendarm brummt heute sogar
Ein freundliches: Prosit zum neuen Jahr.

Henry Ford

Es hängt von dir selbst ab,
ob du das neue Jahr als Bremse
oder als Motor benutzen willst.

Johann Wolfgang von Goethe

Gut ist der Vorsatz,
aber die Erfüllung ist schwer.


Jochen Klepper

Der du die Zeit in Händen hast,
Herr, nimm auch dieses Jahres Last
und wandle sie in Segen.
Nun von dir selbst in Jesus Christ
die Mitte fest gewiesen ist,
führ uns dem Ziel entgegen.

Da alles, was der Mensch beginnt,
vor seinen Augen noch zerrinnt,
sei du selbst der Vollender.
Die Jahre, die du uns geschenkt,
wenn deine Güte uns nicht lenkt,
veralten wie Gewänder.

Wer ist hier, der vor dir besteht?
Der Mensch, sein Tag, sein Werk vergeht:
nur du allein wirst bleiben.
Nur Gottes Jahr währt für und für,
drum kehre jeden Tag zu dir,
weil wir im Winde treiben.

Der Mensch ahnt nichts von seiner Frist.
Du aber bleibest, der du bist,
in Jahren ohne Ende.
Wir fahren hin durch deinen Zorn,
und doch strömt deiner Gnade Born
in unsre leeren Hände.

Und diese Gaben, Herr, allein
lass Wert und Maß der Tage sein,
die wir in Schuld verbringen.
Nach ihnen sei die Zeit gezählt;
was wir versäumt, was wir verfehlt,
darf nicht mehr vor dich dringen.

Der du allein der Ewge heißt
und Anfang, Ziel und Mitte weißt
im Fluge unsrer Zeiten:
bleib du uns gnädig zugewandt
und führe uns an deiner Hand,
damit wir sicher schreiten.


Luise Hensel

Lass doch, Herr! in meinem Leben
nicht dies Jahr vergeblich sein;
gib Verlangen und Bestreben,
meine Seele dir zu weihn!
Lass mich nicht mein eigen sein!

Viele Jahre sind vorüber,
die im Leichtsinn ich durchlebt;
ach! Jetzt wär’ es mir viel lieber,
hätt’ ich ernst nach dir gestrebt,
nicht am Eiteln so geklebt.

Meine Seele liegt in Ketten
unter schwerer Sünden Last,
ringt und kann sich doch nicht retten,
aus der Sünde, die sie hasst
und doch immer wieder fasst.

Löse du, o Herr, die Ketten,
nimm vom Herzen mir die Last.
Deine Hand nur kann mich retten,
wenn sie mächtig mich umfasst.
Lass mir weder Ruh’ noch Rast!

Herr! In den vergangnen Tagen
hab’ ich wenig dich geliebt,
wollte nie dein Kreuz dir tragen,
habe dich so oft betrübt,
mich im Guten schlecht geübt.

Ach! Ich selbst kann’s nicht vollbringen,
und ich muss doch zu dir hin;
Du, mein Gott, du selbst musst zwingen
den verkehrten eiteln Sinn,
bis ich dir geheiligt bin.

Amen, Amen,
in Jesu Namen!

Gedenktafel in Rheda-Wiedenbrück
(vom Bildhauer Hubert Hartmann)


Kurt Tucholsky

Was fange ich Silvester an?
Geh ich in Frack und meinen kessen
blausanen Strümpfen zu dem Essen,
das Herr Generaldirektor gibt?

Wo man heut nur beim Tanzen schiebt?
Die Hausfrau dehnt sich wild im Sessel –
der Hausherr tut das sonst bei Dressel -,
das junge Volk verdrückt sich bald.

Der Sekt ist warm. Der Kaffee kalt –
Prost Neujahr!
Ach, ich armer Mann!
Was fange ich Silvester an?

Wälz ich mich im Familienschoße?
Erst gibt es Hecht mit süßer Sauce,
dann gibt’s Gelee. Dann gibt es Krach.
Der greise Männe selbst wird schwach.

Aufsteigen üble Knatschgerüche.
Der Hans knutscht Minna in der Küche.
Um zwölf steht Rührung auf der Uhr.
Die Bowle -? (›Leichter Mosel‹ nur – ).

Prost Neujahr!
Ach, ich armer Mann!
Was fange ich Silvester an?

Mach ich ins Amüsiervergnügen?
Drück ich mich in den Stadtbahnzügen?
Schrei ich in einer schwulen Bar:
“Huch, Schneeballblüte! Prost Neujahr -!”

Geh ich zur Firma Sklarz Geschwister –
Bleigießen? Ists ein Fladen klein:
Dies wird wohl Deutschlands Zukunft sein …
Prost Neujahr!

Helft mir armem Mann!
Was fang ich blos Silvester an?
Neujahrswünsche von Luise Hensel: Die deutsche Dichterin wurde am 30. März 1798 in Linum (Mark Brandenburg) geboren. Bereits im Alter von 18 Jahren dichtete Luise Hensel folgende Zeilen: „Müde bin ich, geh zur Ruh‘, / schließe beide Äuglein zu: / Vater, laß die Augen dein / über meinem Bette sein.“ Der Rest ist Geschichte und zu einem weltberühmten Kindergebet geworden. Laut der Domain www.fembio.org verkörperte Sie in vielem das damalige Frauen-Ideal. 1818 konvertierte Luise Hensel vom lutherischen zum katholischen Glauben und wurde später als bedeutende religiöse Dichterin gewürdigt. Weiter Informationen kannst Du übrigens der vorherigen Verlinkung entnehmen. Im Alter von 78 Jahren starb Sie dann letzendlich am 18. Dezember 1876 in Paderborn.

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